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Die Evolution eines T-Shirts

veröffentlicht am 15. April 2007, von Sven

Nachdem ich bereits teilweise über die verschiedenen Stufen unserer T-Shirt Produktion berichtet habe, nochmal ein zusammenfassender Artikel. Ausgehend vom Rohstoff, bis hin zum fertigen Produkt, hier nochmal ein kurzer Evolutionsverlauf:

Anbei ein Foto, wie das Endprodukt schlussendlich aussieht… aber bis dahin war es ein weiter Weg….

newedition.jpg

Schritt 1: Materialauswahl

Zu allererst sollte man sich für ein passendes Material entscheiden. Bei den meisten T-Shirtproduktionen wird 100% Baumwolle verwendet, hin und wieder sieht man auch eine Kombination aus Baumwolle und Polyester oder Spandex (z.B 80%/20%). Baumwolle ist aber nicht gleich Baumwolle, es gibt hier unzählige Varianten, die sich in Qualität und Preis erheblich unterscheiden. Im fashion Bereich wird meistens eine weiche, leichte Baumwolle bevorzugt.

Schritt 2: Vorbehandlung - preshrunk rockt!

Auch wenn das kein “must” ist und in den meisten Fällen sicher auch nicht zum Standardprogram gehört, haben wir uns entschieden, die Baumwolle diesmal vorbehandeln zu lassen. Der Stoff wird hierbei vor dem eigentlich Produktionsprozeß “vorgewaschen”. Das T-Shirt wird somit waschmaschinenfest und geht beim waschen nicht mehr bzw. nur noch sehr sehr minimal ein. Das ist sehr von Vorteil, da reine Baumwolle, wenn unbehandelt in der Regel um eine Grösse schrumpft während des ersten Waschvorganges. Dies zu vermeiden ist also wünschenswert.

Schritt 3: Sampling und Materialtest

Hat man sich für einen geeigneten Stoff entschieden, werden die ersten Muster in Auftrag gegeben. Vorausgesetzt natürlich, man hat bereits ein Schnittmuster. Ist das Samplestück erst mal fertig, sollte es ausgiebig getestet werden, um Tragekomfort und Passform zu überprüfen. Wichtig ist, daß man das T-Shirt zwischendurch mehrmals wäscht, um zu sehen inwieweit sich die Beschaffenheit nach dem Waschen ändert. Schrumpft das T-Shirt übermässig oder verzieht es sich gar?

Schritt 4: Produktion und Branding

Sobald das Muster den eigenen Vorstellungen genau entspricht, kann der eigentliche Produktionsprozeß losgehen. Die einzelnen Stoffteile werden dem Schnittmuster entsprechend geschnitten und zusammengenäht. Einzelne Stellen können, wenn gewünscht, mit einem Branding versehen werden. Wir haben uns diesmal für ein bedrucktes Label im Nackenbereich und zwei angenähte Label im sichtbaren Bereich (Arm und Rückseite am unteren Saum) entschieden. Ein eigenes Label muß nicht sein, wertet das Shirt aber mit Sicherheit auf, dient der Markenbildung und schafft eine persönlichere Note.

Schritt 5: Die Veredelung

Unter Veredelung versteht man z.B das Bedrucken oder Beflocken eines T-Shirts. In den meisten Fällen wird hier die Siebdrucktechnik verwendet, da hier mit Abstand die beste Qualität erzieht wird. Das bedrucken ist eine interessante Angelegenheit und erfolgt in den meisten Fällen in Handarbeit.

Zum Druckvorgang ein kurzer Auszug von wikipedia:

Die Druckform des Siebdrucks besteht aus einem Rahmen, der mit einem Gewebe bespannt ist. Auf das Gewebe wird fotografisch (bei künstlerischen Arbeiten manchmal auch von Hand) eine Schablone aufgebracht. Die Schablone verhindert an denjenigen Stellen des Druckbildes, die nicht drucken sollen, den Farbauftrag.

Die Druckform wird in einer Druckmaschine über dem zu bedruckenden Material (Bedruckstoff) befestigt. Nun wird Druckfarbe auf das Gewebe aufgetragen und mit einer Gummirakel durch die offenen Stellen der Schablone auf den Bedruckstoff gestrichen (gerakelt). Die Farbe wird dabei durch die Maschen des Gewebes gedruckt und auf die Bedruckstoffoberfläche aufgetragen. Nach dem Druck wird das bedruckte Material der Maschine entnommen und zum Trocknen ausgelegt.

Schritt 6: Endspurt - Packing & Shipping

Beinahe geschafft… Zum Schluß sollten die T-Shirts nochmal gebügelt werden. Anschliessend wird dann alles ordentlich verpackt und die Hangtags werden am Shirt angebracht. Je nach dem, wo man produzieren lässt, kann der Shipping- resp. Importvorgang, eine nochmal entscheidende Rolle spielen. Die entsprechenden Zolldokumente müßen vorbereitet werden: bei Textilien benötigt man in den meisten Fällen ein sogenanntes “Ursprungszeugnis”, welches bescheinigt, in welchem Land das Textil hergestellt wurde. Bei Einfuhr aus einem Nicht-EU Land werden Zollgebühren und die Einfuhrumsatzsteuer erhoben. Je nach Ursprungsland liegen die Zollsätze für Baumwoll Shirts in der Regel bei 10%-13%.

Fazit:

Wie man sieht, ein ganz schön weiter Weg bis zum eigentlichen Endprodukt. Das ganze ist natürlich nur grob umrissen und basiert auf unserer eigenen Erfahrung. Den kompletten Produktionsprozeß selbst in die Hand zu nehmen ist natürlich optional. Es gibt zahlreiche Anbieter wie beispielsweise American Apparel, Fruit of the Loom etc. von denen man bereits komplett fertige blank T-Shirts beziehen kann. Man muß hier dann natürlich entsprechend Einschränkungen machen, was das customizing angeht. Ich persönlich schätze es in jeder einzelnen Produktionsstufe Einfluß nehmen zu können, die Erfahrungen die man dabei macht, sind am Ende unbezahlbar.

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Termin beim Siebdrucker

veröffentlicht am 4. April 2007, von Sven

Gestern gings los in Richtung Siebdrucker. Wir haben 2 neue Designs, beide mit jeweils 3 Farben, die für die entsprechenden T-Shirt Farben (schwarz und weiß) modifiziert sind.

Nachdem die Blocks bereits letzte Woche vorbereitet wurden, konnten die Jungs gleich loslegen. Ich hab mir nicht entgehen lassen, ein paar Stunden zuzusehen. Die Shirts werden in 2 Reihen auf eine Art Vorlage gestülpt, die mit einer Rutschfesten Paste (eine Art kleber) bestrichen ist. Die T-Shirts haben so den nötigen Halt und verrutschen nicht, wenn die Farbe mit dem Streicher über den Block gezogen wird.

Jede Farbe wird 2 mal aufgetragen (um die Deckkraft zu erhöhen). Vereinfacht kann man sagen, daß pro T-Shirt in etwa 6 Arbeitsgänge stattfinden (3 Farben x 2 Druckdurchgänge). Nach jedem Arbeitsgang muß man warten, bis die Farbe getrocknet ist - der Trocknungsvorgang kann, beispielsweise mit einem Fön, beschleunigt werden.

origami_inarow.jpg
In Reih und Glied, die guten Stücke…

Wenn der fertige Block erst mal zur Verfügung steht und man sich auf die entsprechenden Farben geeinigt hat, geht der ganze Vorgang erstaunlich schnell. Der größte Aufwand entsteht tatsächlich während der Vorbereitungsphase.

Die Prints sehen Klasse aus! Wir sind sehr zufrieden…

Morgen gehts mit dem Packing weiter… dann ist es geschafft und die T-Shirts werden sich auf den Weg Richtung Deutschland machen ;-)

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Die neuen T-Shirts rocken!

veröffentlicht am 29. März 2007, von Sven

Das ist alles andere als Marktschreierei! Wir haben heute unsere neuen T-Shirts bekommen und ich bin entzückt!

Diesmal aus anderem Stoff, mit neuen Labels versehen, und auch sonst an der einen oder anderen Stelle optimiert - gab es einige potentielle “Schiefgehquellen” ;-)

Aber YES! Unsere neue factory hat ganze Arbeit geleistet. Die Tees fühlen sich supersoft an, die neuen Labels sind eine schicke Sache und das ganze sitzt auch noch wirklich schnittig! Was will man mehr - morgen und übermorgen wird unser Siebdrucker dem ganzen noch den letzten Feinschliff verpassen.

Ergo: Heute werd ich gut schlafen.

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Oben noch ein kleines Beweisfoto: Wir, mit den wirklich niegelnagelneuen, wunderbaren T-Shirts!

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Jetzt auch noch vorgewaschen - preshrunk cotton bei fashion Bandits

veröffentlicht am 28. März 2007, von Sven

Gute Nachrichten bez. unserer aktuellen T-Shirt Produktion. Nach einigen Überlegungen, was sich besser machen lässt - ist vor allem die Tatsache, daß reine Baumwollprodukte in der Regel beim Waschen eingehen, ein Punkt, wo es sich sinnvoll ansetzen lässt.

Fakt ist, daß reine Baumwollprodukte immer eingehen, da sich die Baumwollfasern, sobald sie das erste mal in Kontakt mit Feuchtigkeit kommen, zusammenziehen.

Die meisten T-Shirts sind aus 100% Baumwolle, manche Hersteller benutzen auch Stoffe mit einer Baumwoll/ Polyester Mischung, z.B 80% Baumwolle / 20% Polyester. Polyester ist billiger als Baumwolle und qualitativ eher minderwertiger.

Allerdings ist Baumwolle nicht gleich Baumwolle. Auch wenn man einen reinen Baumwollstoff verwendet, gibt es hier zahlreiche Qualitätsunterschiede. Qualitativ höhere Baumwolle schrumpft normalerweise nur gering - der Durchschnittswert für die meisten T-Shirts dürfte wohl bei ca. 3-8% liegen. Wobei die T-Shirts meistens eher in der Länge und nur minimal in der Breite eingehen. Es gibt hier verschiedene Ansätze, wie man das Problem angehen kann:

  1. gar nicht - es wird vorausgesetzt, daß der Kunde weiß, das Baumwolle eingeht und dies im Rahmen eines Toleranzwertes akzeptiert.
  2. der Schnitt wird durch eine Nahtzugabe ergänzt, d.h der Schrumpfwert wird beim Schneiden des Stoffes mit einkalkuliert - translate: Wenn ihr das T-Shirt vor dem Waschen anzieht, ist es sehr weit - seine gewünschte Passform erhält es (mehr oder weniger) nach dem Waschen.
  3. Man verwendet vorgewaschene Baumwolle, d.h die Baumwolle wurde bereits in ein Wasserbad eingelegt und geht nach dem Waschen, wenn überhaupt, nur sehr minimal ein.
vorwaschen_1.jpg
Unsere Stoffrollen… - auf dem Weg zum “vorwaschen”

Uns war es wichtig, Mißstände zu verbessern und ich denke, wenn ein Produkt nicht mehr eingeht, schafft dies zweifelsohne einen super Mehrwert für den Kunden. Variante 1) und 2) sind daher eher suboptimal. Glücklicherweise haben wir einen Anbieter gefunden, der genau dieses Vorwaschen anbietet. Also ab zur Großwäscherei und die Stoffrollen behandeln lassen.

vorwaschen_2.jpg
die Wäscherei ist auf das Vorbehandeln von Textilien spezialisiert (wie man offensichtlich sieht)

Die vorgewaschene Baumwolle konnten wir dann am Wochenende wieder abholen. Auch wenn diese Variante natürlich einen Kostenmehraufwand bedeutet, bin ich sehr happy und zuversichtlich, daß dies ein grosser Schritt, in Sachen Endprodukt, nach vorne bedeutet.

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Schnappschuß vor dem Firmenschild. Ich komme bald wieder…

In wenigen Tagen ist es soweit. Ich bin in positver Aufregung und sehr gespannt, wie das Endprodukt aussehen wird. Nach einer kurzen Stippvisite heute Morgen bei unserer factory, habe ich mich erfreulicherweise überzeugen können, daß bisher alles nach Plan läuft. Wir haben diesmal einiges in Sachen Produktionsprozeß optimiert. Zum Beispiel wird diesmal eine leichte, sehr softe Baumwollart verwendet - auch beim T-Shirt Branding haben wir einige Experimente gewagt.

In 2 Stunden gehts ab zum Siebdrucker, dann sieht man weiter…

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T-Shirt mit eigenem Label - Unsere Erfahrungen

veröffentlicht am 25. März 2007, von Sven

Anbei ein kurzer Einblick, welche Möglichkeiten es gibt, seine T-Shirts entsprechend zu branden. Bei unserer ersten Produktion hatten wir uns für sogenannte “woven labels”, zu deutsch gewebte Labels entschieden. Das ist eigentlich der Klassiker und wird in der Regel sehr häufig verwendet. Herstellungskosten und Mindestabnahmemenge sind hier allerdings relativ hoch. Die meisten Produzenten erwarten, daß man zumindest 500 dutzend (=6000 St.) abnimmt. Wenn man T-Shirt Auflagen von nur wenigen 100 St. hat, ist dies aber eher unverhältnismäßig.

Trotz allem kann man die Labels natürlich aufgrund einer meistens neutralen Gestaltung (z.B die Abbildung des eigenen Logos) für alle zukünftigen Produktionen mitverwenden.

armlabel_woven.jpg
Beispiel eines “woven Labels” unserer letzten T-Shirts (Position Arm)

Bei unserer aktuellen Produktion sind wir etwas experimentierfreudiger. Das Necklabel werden wir direkt via Siebdruck auf die Nacken Innenseite des T-Shirts aufdrucken. Nach ersten Testläufen hat mir diese Variante wirklich sehr gut gefallen. Das ganze wirkt ziemlich stilvoll und irgendwie auch etwas extravagant.

film_necklabel.jpg
Die Abbildung zeigt den Film, der für den Siebdruckblock benötigt wird.

Der Druck beinhaltet 2-Farben, logischerweise die schwarz/ rot Kombination unseres Logos. Für das Branding am Armbereich wird ein Teil unseres Logos in Iconform auf eine naturfarbene, grobe Baumwolloberfläche gedruckt. Das ganze kann man rollenweise beziehen. Die dünnen roten Striche markieren die Schnittmarken, an denen das ganze dann mit dem T-Shirt vernäht wird. Auch hier macht das Endergebnis einiges her. Sehr schick das ganze! Und wesentlich budgetfreundlicher als die woven Labels, da diese Variante weitaus niedrigere Mindestabnahmemengen voraussetzt.

armlabel_printedoncotton.jpg
Das logo in Icon Form, gedruckt auf naturfaserne Baumwollrolle

Neben den hier vorgestellten 3 Möglichkeiten, also

  1. gewebte Label
  2. bedruckte Labelrolle
  3. Direkt Aufdrucken (meistens verwendet im Nackenbereich)

gibt es sicher noch einige Alternativen. Ich persönlich finde, daß man sein T-Shirt mit einem entsprechenden Label zweifelsohne aufwerten kann. Es erhöht die Individualtiät eines T-Shirts und trägt entsprechend zur Markenbildung bei.

Wie sieht das von Seitens der Kunden aus? Wie wichtig ist euch ein individuelles Label am T-Shirt? Entsteht hier aus eurer Sicht ein Mehrwert?

Oder betreibt ihr vielleicht selbst eine T-Shirt Company und habt selbst schon Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt?

Bei Fragen, welcher Natur auch immer, kann man diesbezüglich jederzeit mit uns in Kontakt treten.

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Teamplay und neue T-Shirts - ein paar Einblicke

veröffentlicht am 12. März 2007, von Sven

Puh, Schande über mein Haupt - nicht mal 4 Wochen haben wir es auf die Reihe gebracht den Blog regelmässig upzudaten. Evt. war es etwas zu viel des Guten die Sache gleich zweisprachig anzugehen - fast doppelte Arbeit und english haut man eben doch nicht so entspannt in die Tasten, wie die gut vertraute Muttersprache :-)

O.k, ich gelobe Besserung - und der deutschsprachige blog wird von nun an priorisiert - ausserdem wirds langsam wärmer, die T-Shirt Hochsaison steht bevor - und bei uns ist einiges in Gange.

Zum einen gibt es eine erfreuliche Partnerschaft - in gemeinsamer Mission werden wir zukünftig eine T-Shirt Special Edition veröffentlichen, die unsere allgemeine T-Shirt Linie ergänzt. Bei unserer besseren Hälfte handelt sich um ein bekanntes Städte und Szenemagazin, das die meisten von euch mit Sicherheit gut kennen… Aber wie gesagt, darauf komme ich in Kürze nochmal ausführlich zurück…

Zum anderen darf man sich bis spätestens Anfang April auf 2 neue T-Shirt Designs freuen :-)

Das ist mittlerweile unsere zweite Produktion und man geht schon ein wenig erfahrener und selbstbewusster an die Sache ran. Obwohl wir nur sehr kleine Produktionsauflagen haben, sind unsere T-Shirts trotz allem durch und durch customized. Im Gegensatz zum allgemeinen Vorgehen vieler anderer Labels, fertige blank T-Shirts kaufen, die dann anschliessend bedruckt werden, fangen wir ganz vorne im Produktionsprozess an. Alles startet mit einer simplen Baumwollrolle…

Nur eins vorweg… in das baumwollene Leibchen, in das ihr euch später mal überzieht, wurde ne Menge Schweiss und Arbeit investiert.

Wer Interesse daran hat, den Weg vom Rohstoff bis zum fertigen Endprodukt mal nachzuvollziehen, kann hier in nächsten Tagen mehr lesen.

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